Die Vorteile der Öffnung von Social Media für Mitarbeitende

 Die Vorteile der Öffnung von Social Media für Mitarbeitende

Der Zugriff auf Facebook und Co. ist innerhalb vieler schweizer Firmen immer noch gesperrt. Wichtigstes Argument der Sperrbefürworter ist, dass die Mitarbeitenden sonst zu viel Zeit darauf verbringen und nicht mehr produktiv arbeiten. Diese Warnehmung hält sich trotz gegenteiliger Beispiele hartnäckig. Oder es ist einfach eine Sicht auf die Belegschaft, die unmündig ist, sich die Zeit einzuteilen. Bei näherer Betrachtung stellt man das Gegenteil fest.

Auch t3n und die meisten social media Experten empfehlen, social networking sites für die Mitarbeiter zugänglich zu machen. Aus Gründen der Produktivitätssteigerung!

Zwei völlig verschiedene Ansichten, basierend auf zwei unterschiedlichen Werte- und Führungssystemen. Firmen, die den Mitarbeitenden den Zugang sperren, sind tendenziell

  • gross
  • mit mehreren Hierarchiestufen durchzogen
  • unerfahren im Bezug auf social media
  • wenig bewandert mit e-commerce
  • in Branchen zu finden, die nicht sehr onlineaffin sind.

Wogegen Unternehmen, die den Zugriff erlauben, meistens kleinere Teams mit grosser Eigenverantwortung haben und häufig ihren Hauptumsatz im Web erzielen. Noch etwas anderes unterscheidet die beiden meiner Meinung nach: Die Ansicht, wie die Mitarbeitenden geführt werden sollen.

Freiheit ist gut, Kontrolle sei besser

In einem Grossraumbüro eines Konzerns mit >10’000 Mitarbeitenden ist es sehr einfach, sich zu verkriechen. Abzutauchen und andere die Arbeit erledigen lassen. Die Sperre von zeitvertreibenden Seiten ist daher nachvollziehbar, vermittelt aber noch eine andere Botschaft: “Ihr könnt euch eure Zeit nicht selber einteilen und erledigt wegen diesen nutzlosen Seiten eure Arbeit nicht mehr. Eure Freiheit ist uns wichtig, aber Kontrolle muss sein.” Moderne Firmen denken komplett anders.

Mehr Quellen, mehr Wissen

Wer das Wissen und die Fähigkeiten der eigenen Mitarbeiter voll einsetzen will, bindet sie in die social media Aktivitäten der Firma ein. Schliesslich ist es doch nur fair, wenn man die eigene Firmenfacebook Page einsehen darf und am als Mitarbeiter Dialog teilnimmt. Das stärkt die Aussensicht auf die Firma. Dazu gehören natürlich Verhaltensrichtlinien (social media Guidelines) wie sie anno dazumal auch für E-Mail und Telefon definiert wurden. Soziale Netzwerke sind eigentlich nur die potenzierte Form älterer Medien.

Wie mit allen neuen Kommunikationsmitteln muss man auch bei social media den Mitarbeitern erklären, was die Vorteile sind und wie man damit Arbeiten kann. Viele der täglichen Arbeitsquellen posten Neuigkeiten exklusiv über social media. Zudem geht es oft auch einfach darum, Kontakte anzubahnen oder zu knüpfen, welche für die Firma von Nutzen sein können.

Glauben ihr, dass Firmen in 3 Jahren ihre Mitarbeiter auf sozialen Medien für sich arbeiten lassen? Was braucht es dazu?